Rollstuhlbasketball macht Schule

von Manfred Kohlmann

Im Sportunterricht Erfahrungen für´s Leben sammeln

"Es hat echt Spaß gemacht!" So lautete das Fazit der angehenden Industriekaufleute, die in ihrem Sportunterricht am 08.06.2015 das Basketballspielen aus einer neuen Perspektive kennenlernen durften, als das Schulprojekt "Rollstuhlbasketball" der Unfallkasse Hessen in Kooperation mit den Mainhattan Skywheelers zu Gast an der Martin-Behaim-Schule war. Ein Trainer und zehn Basketballrollstühle standen den Schülerinnen und Schülern der Klasse IN43 und ihrem Lehrer Kai Vogt zur Verfügung.

Die Stunde startete mit einer Analyse der zunächst ungewohnten Sportgeräte – Rollstühle, die speziell für die Sportart Rollstuhlbasketball angefertigt wurden. Die Besonderheiten gegenüber einem Standard-Rollstuhl wurden von den Lernenden schnell erkannt: Schräg montierte Räder, kleine Rollen an Front und Heck sowie ein Stoßbügel am vorderen Ende der Fußrasten.
Nach der kurzen theoretischen Einführung begann auch schon die aktive Phase. "Auf die Rollstühle, fertig, los". Zunächst sammelten die Schülerinnen und Schüler Bewegungserfahrungen auf den Rädern, denn für viele war es das erste Mal, dass sie in einem Rollstuhl saßen. Nach und nach bauten sich Berührungsängste ab und viele der Auszubildenden wurden immer sicherer im Umgang mit dem Gefährt. Das Geradeaus- und Kurvenfahren, Drehungen und die Ballaufnahme während der Fahrt wurden schnell erlernt. Passspiel, Dribbling und Korbleger nach Zuspiel waren zwar zunächst eine Herausforderung für viele Klassenmitglieder, doch die ersten Treffer fielen bereits nach wenigen Minuten. Im Abschlussspiel wurden Spaß und Freude am deutlichsten sichtbar. Es wurde viel gelacht und einige der Azubis wollten gar nicht mehr aufhören Rollstuhlbasketball zu spielen.

Letztlich war dieses Projekt eine nachhaltige Maßnahme, um Inklusion im Schulsport erlebbar zu machen. Im Abschlussfeedback wurde deutlich, dass sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Thema Behinderung aktiv und spielerisch auseinander gesetzt und ihre anfänglichen Berührungsängste abgebaut haben.

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